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Doc Peti

Doc Peti

  • Beruf: Lehrer
  • Hobbies: proben
  • Lieblingsinstrument: Bass
  • Lieblingskleidung: blaue Krawatte
  • Besondere Merkmale: schwitzt bei Übergängen
  • Haarfarbe: blond

Nach einer vierjährigen kunstmusikalischen Ausbildung am Konservatorium in Bremen hatte der kleine Peti immer noch kein warmes Herz beim Musizieren. Was ist die Seele der Musik? Er wagte den Ausstieg, warf die Querflöte über Bord und besorgte sich einen E-Bass und begann, die ersten Elvis-Songs mit Dübel-Mühlenhardt im Keller von Augenarzt Meyer zu spielen. Bei dem ersten Kontakt mit Stücken von Albino Johnny Winter ging nun langsam die Sonne auf: Peti entdeckte den Blues. Sofort wurde die Rockoper „Ich will nicht mehr zur Schule gehen“ komponiert und zugunsten Erdbebenopfern in Italien zur Uraufführung gebracht.

Leider entfernte sich Peti wieder von der Seele der Musik und spielte Melodic-Rock bei „Neumond“, einer Band, die im Vorprogramm der Berliner Band „Embryo“ für viel Aufsehen sorgte.

Getrieben von der immer währenden Suche nach der Seele der Musik, übte Peti wie ein Tier und versuchte sein Glück mit Jazz-Rock in muffigen Bunkern im Hafen von Bremen. Die wesentliche Erkenntnis dieser Episode war jedoch, dass direkt neben dem Verladekai der Firma Vitakraft Pflanzen aus aller Welt wuchsen; so auch die geheiligte Cannabis. Peti studierte kurzerhand Biologie, um dieses Phänomen zu ergründen.

Plötzlich und unerwartet geschah es: Auf dem Weg zur Uni-Mensa gründete Peti mit Raini, dem wandelnden Metronom, Bremens legendäre Soul-Kapelle: „Junge Bremer“. Petis Leben hatte nun einen Sinn. Er hatte erstmalig den Soul gespürt. Die schweißüberströmten Akteure wurden immer wieder durch die hartnäckigen Zugabenrufe des Publikums gefordert. Innerhalb kurzer Zeit wurde die Band in ganz Norddeutschland berühmt und mutierte später, ohne Haarteile, zur Top 40 Band Pleasuredome. Nebenher verhalf Peti der bestfrisiertesten Kapelle Bremens Rejoice zum Soul und damit zum Durchbruch. Mit William Michael King III entwickelte sich Peti zur wahren Bühnensensationen: die beiden tanzten und hüpften in sensationellen Kapriolen über die Bühnen der norddeutschen Tiefebene.

Motiviert von dem tiefen Gefühl der Zufriedenheit, spielte Peti mit Jens Jensen, Lars Larsen, Claus Clausen unter dem Pseudonym Peter Petersen unzählige Schweinemucken in der Larsen Combo, spielte Bass auf verschiedenen Scheiben in der Bremer Independent-Szene, erobertet mit dem türkischem Popstar Can Tufan die Zaziki-Parties Deutschlands, tourte mit Con Salsa durch die USA und entwickelte mit Bassistenkollegen Bremen´s Bass Boomers: sechs Bassisten und ein Schlagzeuger brachten jetzt das kulturelle Leben der Hansestadt zum Kochen und predigten von den Bühnen die Weisheit: Auf die eins ´nen Pfund, und der Groove ist rund!!!

Plötzlich und unerwartet musste Peti die schöne Stadt an der Weser verlassen. Er zog nach Fröndenberg, einer kleiner beschaulichen Stadt an der Ruhr. Petis Herz war schwer und der Horizont war dunkel. Aber dennoch begannen die hornhäutigen Bassistenfinger zu jucken und Peti Cash tourte mit Ron Nashville, dem wandelnden zweifachem Doppelzentner alter Countrymusik, zu Square Dance Partys, Truckerfestivals und Kühlregalen in Autobahnraststätten. Aber diese seelenlose Musik stimmte Peti sehr traurig. Er versuchte sein Glück mit Four In Music. Dem Trend der Zeit folgend, alles unplugged und höchst anspruchsvoll. Leider wurde Petis Herz immer noch nicht wärmer. Mit Betty Malone aus Iserlohn lernte Peti nun die Weiten des Fahrstuhljazz kennen und spielte eine CD allerfeinster „Pornomucke“ ein. Tolle Mucker, super eingespielt und affenscharfer Sound – leider ohne Seele. Da drang plötzlich ein warmer, geschmeidiger Gitarrenton an Petis Ohren. Die Herzfrequenz stieg, ein wohliges Gefühl machte sich breit, die Pupillen weiteten sich und der Lachs hatte wieder Leben. Doc Kampschulte trat in sein Leben und öffnete Peti die Tür zum Wohnzimmer des Souls: DOC BROWN. Peti ist zu Hause. Ein Leben hat einen Sinn. Die Wiese ist gemäht. Der Lachs ist gebuttert. Doc Pop lebt!!