Schon von Geburt an wollte ich Rockstar werden. Hab mit 6 Jahren meine erste Gitarre (irgend soon schrammeliges nylonbrett) zu Weihnachten geschenkt bekommen, klang aber gar nich so nach Hendrix dat Teil. Meine Oma hat mich dann in einen Kursus für Wanderklampfe gesteckt, was mich meinen Traum, Rockstar zu werden, nicht wirklich näherbrachte. Im zarten Alter von 10 habe ich dann doch noch mal einen Versuch gestartet und bin bei Herrn Perger in der VHS gelandet, doch der stand mehr auf „hoch auf dem gelben Wagen“ statt „Highway to Hell“ woraus dann „High auf dem gelben Wagen to Hell“ wurde, ob so wohl die Loveparade entstanden ist, keine Ahnung, auf jeden Fall haben sich unsere Wege aus mangelndem Respekt vorm deutschen Liedgut getrennt. Übrigens habe ich die Zeit zwischen 6 und 10 Jahren mit einer selbstausgesägten, selbstbemalten! 3toneSunburst Strat aus 5mm Sperrholz überbrückt, leider ohne Saiten, sah aber endgeil aus. Der Durchbruch kam dann mit 16, als mein Bruder sich einfach so mal ein Schlagzeug kaufte, ich voller Neid nachrüstete und meine Altersvorsorge in ein E-Gitarre umwandelte. (wenn sich dat man nich rächt…)
Abgetörnt von allen Gitarrenlehrern habe ich dann angefangen, autodiktatisch dem Instrument Herr zu werden. Anfangs haben mein Bruder und ich die Nachbarn und Bullen mit NDW gefoltert, lieber Gott, bitte lass diese Bänder für immer verschollen bleiben. Mit der Zeit wuchs dann die Erkenntnis, dass ich im früheren Leben wohl ein Schwarzer [OK - wg. political-correctness: ein Mensch dunkler Hautfarbe] gewesen sein muss, denn was auch immer ich mit meinem Instrument anstellte, es ertönten immer wieder die gleichen wundervollen alten Blues- und Soul Melodien aus den Lautsprechern des entzückten Verstärkers. Konsequent gründeten wir die Hardleg-Bluesband, (beinharter Blues), eine der bekanntesten Bluesband in Uwe Becker´s feuchtem Keller, inzwischen dürfte aber der überwiegende Teil unseres behaarten Fanclubs durch Rattengift oder Mausefallen verschieden sein, rest in peace friends. Danach spielte ich in einer Mother´s Finest, Dan Reed Network, RHCP Cover Band, später bei „Becker und die Vollstrecker“. Nach 3 Jahren qualvoller musikalischer Abstinenz erlöste mich Dieter Beckmann von meinem Leiden und wir nahmen die 2-te „BECKMANN“ Deutschpop-CD „LEISE SCHREIE“ bei Michael Schwarzer (DONOTS) auf; schon wieder ein Farbiger!? Leider wollte sich aber bei aller Begeisterung für das Produkt kein kommerzieller Erfolg einstellen, aber so ist das halt, wenn man nicht Zlatko oder Küblböck heißt. Danach spielte ich bei „Sari Lanikay“ aus New York, (hi Sari, wie geht’s Dir eigentlich?), bei der ich unsern incredible Bassmann Doc Peti “Miller“ Nolte kennen lernte. Über 1 Jahr spielte ich bei der ultimativen sauerländischen Rock-Cover-Band Noise&Voice als plötzlich, wie so oft, DIETER BECKMANN!!! in mein Leben trat und mich fragte: MARKUS, SIEHST DU DIESES LICHT??? Und nach allem endlosen Suchen nach Erfüllung hat meine schwarze Seele endlich Ihr Zuhause gefunden:
bei der UNGLAUBLICHSTEN, FASZINIERENDSTEN, VERRÜCKTESTEN, SENSATIONELLSTEN, SEXIEST BAND ALIVE,
DOC BROWN … – YEAH BABY